Framerate (Bildrate / fps)

Die Framerate definiert die Anzahl der Einzelbilder pro Sekunde und bestimmt die Bewegungsdarstellung im Video.

Definition

Die Framerate (auch Bildrate, engl. Frames per Second / fps) gibt an, wie viele Einzelbilder pro Sekunde in einem Video aufgenommen oder wiedergegeben werden. Gängige Frameraten sind 24 fps (Kinostandard), 25 fps (europäischer TV-Standard / PAL), 30 fps (amerikanischer Standard / NTSC) und 60 fps (für flüssige Bewegungsdarstellung oder Slow Motion).

Bedeutung

Die Framerate bestimmt die visuelle Wirkung eines Videos grundlegend. 24 fps erzeugt den klassischen Kino-Look mit natürlicher Bewegungsunschärfe. Höhere Frameraten wie 60 oder 120 fps werden genutzt, um Zeitlupeneffekte in der Postproduktion zu erzeugen, ohne dass das Bild ruckelig wird. Für Web-Content und Social Media ist 25 oder 30 fps der Standard.

Funktionsweise

Die Kamera belichtet den Sensor in regelmäßigen Intervallen und speichert jedes Einzelbild als Frame. Bei 60 fps wird der Sensor 60 Mal pro Sekunde ausgelesen, was doppelt so viele Bilddaten erzeugt wie 30 fps. In der Postproduktion kann 60-fps-Material auf einer 30-fps-Timeline um 50% verlangsamt werden, ohne Qualitätsverlust. Für extreme Zeitlupen (Super Slow Motion) werden Frameraten von 120 bis 240 fps eingesetzt.

Praxisbeispiel

Ein Produktvideo wird in 25 fps gedreht, ergänzt um B-Roll-Aufnahmen in 100 fps. Die B-Roll wird in der Timeline auf 25 fps verlangsamt, was eine vierfache Zeitlupe ergibt. Flüssige Bewegungen wie das Eingießen von Kaffee oder das Öffnen einer Verpackung wirken dadurch visuell hochwertig und erzeugen einen Premium-Eindruck.