Zahlungsanbieter

Ein Zahlungsanbieter ist ein Dienstleister, der die technische Abwicklung von Online-Zahlungen zwischen Käufer, Verkäufer und Banken übernimmt.

Ein Zahlungsanbieter (englisch: Payment Service Provider, PSP) ist ein Dienstleister, der die technische und regulatorische Abwicklung von Online-Zahlungen zwischen Käufer, Händler und den beteiligten Finanzinstituten übernimmt. Zahlungsanbieter bündeln verschiedene Zahlungsmethoden unter einer einheitlichen Schnittstelle.

Bedeutung

Die Wahl des Zahlungsanbieters beeinflusst direkt die Conversion-Rate eines Webshops. Studien zeigen, dass bis zu 70 % der Kaufabbrüche auf fehlende oder unvertraute Zahlungsmethoden zurückzuführen sind. Im DACH-Raum erwarten Käufer neben Kreditkarte auch Methoden wie Klarna, EPS, SOFORT und PayPal. Ein Zahlungsanbieter muss zudem PSD2 (Payment Services Directive 2) und SCA (Strong Customer Authentication) konform sein.

Funktionsweise

Der Zahlungsanbieter stellt eine API bereit, über die der Webshop Zahlungsanfragen an die jeweilige Zahlungsmethode weiterleitet. Der PSP übernimmt die Kommunikation mit Acquirern (Zahlungsabwicklern der Banken), die Betrugsprüfung und die Rückabwicklung (Refunds). Etablierte Anbieter wie Stripe, Adyen, Mollie und Unzer unterscheiden sich in Gebührenstruktur, unterstützten Ländern und Integrationskomplexität.

Praxisbeispiel

Ein österreichischer Webshop integriert Stripe als primären PSP und ergänzt über Stripe Connect die lokale Zahlungsmethode EPS. Die Checkout-Conversion steigt um 18 %, da österreichische Kunden ihre bevorzugte Banküberweisung nutzen können, ohne den Shop zu verlassen.