API

Eine standardisierte Schnittstelle, über die Software-Systeme miteinander kommunizieren und Daten austauschen.

Definition

API steht für Application Programming Interface — eine definierte Schnittstelle, über die ein Software-System Funktionen oder Daten für andere Systeme bereitstellt. APIs legen fest, welche Anfragen (Requests) gestellt werden können, welche Parameter nötig sind und in welchem Format die Antwort (Response) geliefert wird. Sie sind das Rückgrat moderner Softwarearchitektur.

Bedeutung

Ohne APIs wäre das moderne Web nicht funktionsfähig. Jede Zahlung über Stripe, jede Google-Maps-Einbindung, jede Social-Media-Integration läuft über APIs. Für Unternehmen entscheidet die API-Architektur darüber, wie flexibel ein System mit anderen Diensten verbunden werden kann — von CRM und ERP bis zu Marketing-Automation und Analytics.

Funktionsweise

Die gängigste API-Architektur im Web ist REST (Representational State Transfer): Anfragen werden über HTTP-Methoden (GET, POST, PUT, DELETE) an definierte Endpunkte gesendet, Antworten kommen als JSON. Alternativen sind GraphQL (flexiblere Datenabfragen, ein einziger Endpunkt) und WebSocket (für Echtzeit-Kommunikation). APIs werden über Authentifizierung (API-Keys, OAuth) gesichert und durch Rate-Limiting vor Überlastung geschützt.

Praxisbeispiel

Eine Legal-Tech-Plattform nutzt eine Custom REST API mit 13 Endpunkten: Upload-Initialisierung, Cross-Device QR-Sessions, Magic-Link-Authentifizierung und Status-Polling. Die API kommuniziert mit Cloudflare Workers für Edge-basierte Dateiuploads — der WordPress-Server wird dabei nie mit Dateioperationen belastet.

Verwandte Begriffe

  • API-First Ansatz: Architektur-Philosophie, bei der die API vor dem Frontend entwickelt wird.
  • Headless CMS: CMS, das Inhalte ausschließlich über eine API ausliefert, ohne eigenes Frontend.
  • Zahlungsanbieter: Dienste wie Stripe oder Mollie, die über APIs in Websites und Shops integriert werden.